Vor zwei Jahren bin ich aus meiner Heimat 600 km weit weg gezogen. Ich habe mir eine schöne Wohnung gemietet und gehofft, dass ich auch mal Besuch von meiner Familie bekomme. Allerdings wurde ich sehr enttäuscht. Denn in der gesamten Zeit haben sie es gerade mal 1x (im November 2006) geschafft, mich zu besuchen. Aber das auch nur deshalb, weil ich ihnen gesagt habe, dass ich es unmöglich finde, dass sie Zeit für Urlaub haben, aber für mich nicht. Denn das ist ihre Hauptausrede - die fehlende Zeit. Ich denke aber, sie sind einfach nur zu träge. Denn Zeit hat man nie, sie muss man sich nehmen. Und ich bin auch der Meinung, dass man bezüglich seiner Familie Prioritäten setzen muss.
Das "Beste" kommt aber noch: Sie verlangen von mir, dass ich sie so oft wie möglich besuchen komme. Ich finde das überhaupt nicht in Ordnung. Abgesehen von der finanziellen Frage bleiben mir Fragezeichen in den Augen stehen. Warum soll ich immer zu ihnen kommen, und sie bewegen ihren Arsch nicht zu mir? Kann man sich denn nicht abwechseln? Ach nein, da kommt ja wieder sowas wie "kein Geld", "ich fahre nicht gern Autobahn", "Bahntickets sind zu teuer", "alleine habe ich Angst",... Um Ausreden sind sie sich leider nicht zu schade!
Da mich das Ganze tierisch ärgert, habe ich jetzt auch meine Besuche bei ihnen eingeschränkt. Ich habe keine Lust mehr, ihnen hinterher zu rennen. Na und deshalb geht es nächstes Wochenende wieder hin. Ich bin schon total "begeistert" und habe überhaupt keine Lust.
Das macht mich sehr traurig, weil ich mir vorkomme, als sei ich nicht erwünscht. Nach dem Motto: "sie ist zwar da, aber wenn sie nicht kommt, ist auch nicht schlimm"



